Auf Wikipedia wird Leonardo da Vinci als „italienischer Maler, Bildhauer, Architekt, Anatom, Mechaniker, Ingenieur und Naturphilosoph“ beschrieben. Erfindungen wie ein Fallschirm, ein Panzer oder ein Taucheranzug werden genauso mit ihm verbunden, wie das Gemälde der Mona Lisa.
Aber wusstest Du, dass auch die Schere auf ihn zurückzuführen ist?
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Nein, das wusstest Du nicht? Das könnte daran liegen, dass es nicht stimmt.
Scheren gab es schon weit vor da Vinci
Wo und wann die Schere genau erfunden wurde, ist bis heute nicht bekannt. Die frühesten bekannten Scheren tauchten vor bis zu 4.000 Jahren in Mesopotamien, dem heutigen Nahen Osten, auf. So ist bekannt, dass schon die alten Ägypter Scheren benutzten. Dabei handelte es sich um ein Metallstück, das zu zwei Klingen geformt war. In der Mitte befand sich ein Metallstreifen, der die beiden Klingen auseinanderhielt, bis diese zusammengedrückt wurden.

Bis ins 17. Jahrhundert hinein war in Europa die beliebteste Scherenform die sogenannte Bügelschere. Sie wurde auch in Pompeji gefunden, was 79 n. Chr. durch einen Vulkanausbruch vollkommen verschüttet wurde. Leonardo da Vinci lebte jedoch erst um 1500, also zu einer Zeit, wo es schon Scheren gab. Eine Erfindung ist somit gar nicht mehr möglich.
Unsere heutzutage am häufigsten verwendete Schere, die Gelenkschere, trat vermutlich erstmals um 300 v. Chr. auf, wobei der genaue Zeitpunkt mangels ausreichender Fundstücke nicht bekannt ist. Bis zum 14. Jahrhundert gehörte sie in Europa jedoch zu den eher seltenen Erscheinungen. Allmählich gewöhnten sich die Deutschen jedoch an die neue Scherenform. Auf Bildern aus den Jahren 1425 bis 1545 sind bei sechs von sieben Schneidereien die Gelenkscheren abgebildet.
Auch heute noch gibt es unterschiedliche Arten von Scheren. Für jeden Anwendungsbereich ist der Idealtyp vorhanden. Leonardo da Vinci hat damit jedoch nichts zu tun.
Quellen:
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