Oft wird kritisiert, dass auf Verkehrsschildern nur Männer gezeigt würden. In der Schweiz, genauer gesagt in Genf, stehen angeblich neuerdings 250 neue Verkehrsschilder. Diese Schilder sollen Personen aus verschiedensten Gesellschaftsgruppen zeigen.
Doch stimmt das?

Seit Januar 2020 stehen in Genf tatsächlich neue Verkehrsschilder, auf denen Menschen aus verschiedenen Gesellschaftsgruppen zu sehen sind – 250 sollen es werden.
Der Hintergrund
Sexismus und Diskriminierung von verschiedenen Gesellschaftsgruppen sind weltweit ein sehr heikles Thema. Viele Menschen kritisieren dabei die Benachteiligung von politischen Minderheiten. Überall arbeiten Regierungen und Aktivisten dafür, dass alle Menschen gleichberechtigt sind, unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe und Religion. Dabei gibt es zwar sichtlich Fortschritte, jedoch ist das Ziel noch lange nicht erreicht.
Neue Verkehrsschilder in Genf
Die Genfer Stadtpräsidentin Sandrine Salerno begründet das Aufstellen der neuen Schilder damit, dass der öffentliche Raum ursprünglich von Männern für Männer gestaltet worden und daher nicht auf andere Gruppen angepasst sei. Heute könnten sich Menschen, die nicht der überall auf den Schildern dargestellten Personengruppe angehören, sich dadurch weniger zuhause oder angenommen fühlen.
„Diese Omnipräsenz verstärkt die Vorstellung, dass einige Menschen, vor allem Frauen, aber auch Minderheiten, dort weniger zu Hause sind als andere.“
Sandrine Salerno, Stadtpräsidentin von Genf
Nun sollen die 250 neuen Schildern in insgesamt sechs Variationen den Menschen ein besseres Gefühl und Legitimität geben. Die Kosten für die neuen Schilder betragen umgerechnet rund 52.000 Euro.
Ein weiteres Projekt in Genf besteht darin, verschiedene Straßennamen zu feminisieren.
Andere Städte mit ähnlichen Projekten
Ähnliche Projekte gibt es auch in Deutschland. Es gibt beispielsweise in vielen deutschen Städten Ampelfrauen oder Ampelpaare. Beispiele dafür sind Hamburg, Kassel, Köln und Dresden.
Quellen:
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