Unbelegt

Das Croissant – doch kein Franzose?

Käsefondue – Schweiz, Frikandel – Niederlande, Pizza – Italien und Croissant – Frankreich. Manche Gerichte sind typisch für bestimmte Länder. So darf in keinem Frankreich-Urlaub das Croissant fehlen, das “Savoir-vivre” der Franzosen. Dabei ist es scheinbar nur nach Frankreich eingewandert. Erfunden in Österreich. Und was haben die Türken mit der ganzen Geschichte zu tun?

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Die zweite Wiener Osmanenbelagerung

September 1683. Seit drei Monaten wird die österreichische Stadt Wien von Truppen des Osmanischen Reichs belagert. Zum zweiten Mal schon. Der erste Versuch 1529 schlug fehl. Rund 150 Jahre später sieht die Situation für die Osmanen nicht wirklich besser aus. Ein Plan muss her!

Um Wien zu Fall zu bringen, graben die Osmanen Tunnel unterhalb der Stadt. Kann die Schlacht so entschieden werden?

Mit den Bäckern hat niemand gerechnet!

Doch so ganz geht der Plan nicht auf. Denn nachts ist Wien ganz still. Alles schläft. Alles? Nein! Überall in der Stadt sind die Bäcker schon auf den Beinen, um morgens früh das frische Brot fertig zu haben. Sie hören das unterirdische Graben und schlagen Alarm. Gerade noch rechtzeitig.

Zum Sieg über die Osmanen entwerfen die Bäcker – nach Erlaubnis der Stadt – ein Gebäck in Form des türkischen Halbmondes. Das Croissant ist geboren.

Aus Österreich nach Frankreich

Knapp 100 Jahre später, 1770, wird die Erzherzogin Marie-Antoinette nach Frankreich verheiratet. Dorthin begleitet sie auch ihr Leibbäcker – und mit ihnen zusammen das Croissant, welches sich über das gesamte Land verbreitet.

Das zumindest besagt die Legende. Belegt ist diese Geschichte nicht. Klar ist nur: Die Belagerung hat es gegeben und Marie-Antoinette wurde nach Frankreich verheiratet, um dort Königin zu werden.

Sowohl für Österreich als “Kipferl” als auch für Frankreich als “Croissant” lassen sich Berichte finden, die ein sichelförmiges Gebäck beschreiben, weit vor 1683.

Quellen:
Till, R. (1970). Woher und wie die Kipfel nach Wien kamen. Wiener Geschichtsblätter, 3/1970, 67, Unterstöger, H. (2010). Von den Dings da zwei Stück. Süddeutsche.de. Abgerufen am 28. Dezember 2023, focus.de, lespetitsbasics.com (EN), wikipedia.org, wikipedia.org (EN), wikipedia.org, wikipedia.org, wikipedia.org

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