Illegale Menschenrettung in China?

Illegale Menschenrettung in China?

Verschiedene Seiten im Internet berichten immer wieder darüber, dass es in China illegal sein soll, einen Menschen vor dem Ertrinken zu retten. Dies sei ein Eingriff in das persönliche Schicksal und damit strafbar.

Doch stimmt diese Behauptung?

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Dass es in China verboten sei, einen Menschen vor dem Ertrinken zu retten, da es ein Eingriff in das persönliche Schicksal wäre, ist ein moderner Mythos. Also eine falsche Geschichte, die vorwiegend über soziale Medien verbreitet wird. Eine andere Bezeichnung dafür ist auch „Fake News“.

In der Volksrepublik China gibt es kein Verbot gegen die Rettung anderer Menschen vor dem Ertrinken. Im Gegenteil: Es erschien sogar ein Artikel in der chinesischen Zeitung „China Daily“ über einen 72 Jahre alten Mann, der in seinen 20 Jahren als Schwimmer mehr als 100 Menschen vor dem Ertrinken gerettet haben soll. Dafür wird er sogar von offizieller Seite aus gewürdigt. Das bestätigte auch die deutsche Botschaft in Peking 2018 gegenüber “IstDasFakt?! – der Faktenchecker“.

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Häufig keine Hilfe in China

Allerdings wird in China bei Unfällen tatsächlich oft keine Hilfe geleistet. Bis 2017 war es nämlich so, dass Helfer von den Bedürftigen oder dessen Angehörigen wegen Schadensersatz verklagt werden konnten, wenn die Rettung missglückte oder weil angenommen wurde, dass nur der hilft, der Schuld hat.

Mittlerweile wurde dagegen allerdings ein sogenanntes „Samariter-Gesetz“ erlassen, das die Hilfeleistenden von der Haftung befreien soll.

Zuvor starb unter anderem ein zweijähriges Mädchen nach einem Autounfall, da 18 Passanten an ihr vorbei gegangen waren.

Quellen:
IstDasFakt?! – der Faktenchecker via instagram.com, Rechts- und Konsularreferat Deutsche Botschaft Peking via E-Mail

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